Eigentlich ist er doch ganz nett...

Verliebt, verlobt, verfremdet...

Heute möchte ich euch von einem Coaching mit einer Klientin erzählen, das mich sehr berührt hat.

 

Sie ist Mutter von 2 Kindern. Und hatte wirklich lange Jahre eine schwere, eine schwierige Zeit.

Gefühlt immer auf der Handbremse stehend, irgendwie dauerhaft fremdgesteuert - im Sinne von - ich möchte liebevoll, entspannt, glücklich und ausgeglichen sein. Und ich weiß nicht, wieso gelingt es mir nicht. Was ist es, was mich in meiner Partnerschaft so unzufrieden sein lässt?!

 

Eigentlich (ja das Wort an sich birgt schon die Einschränkung...) ist er, der Partner, doch ganz nett, ganz ok.

Es fing doch alles so liebevoll und romantisch an.

Und wann überhaupt? Ja irgendwann ist scheinbar nicht nur das Verliebtsein, sondern auch die Liebe auf der Strecke geblieben.

 

Als die Kinder kamen? War es denn vorher wirklich alles so super? Oder haben sie sich nur gut arrangiert? Wie gut konnten sie überhaupt füreinander und voreinander öffnen? Wie viel Nähe hat denn jeder zugelassen? Und inwieweit durfte jeder so bleiben wie er war - ohne diese (unausgesprochenen) Erwartungen...

 

Und trotz aller Bemühungen und Anstrengungen (in beiden Wörtern steckt schon Schwere drin - Mühe & Strenge) haben sie sich auseinander gelebt. Leben nunmehr nebeneinander her. Fast wie in einer Wohngemeinschaft. Ganz schrecklich, wie sie findet.

Nein, keine Wohngemeinschaft !

 

 

Den Mut aufbringend, sich zu öffnen und sich helfen zu lassen, hat sie sich vertrauensvoll an mich gewandt. Statt Ratschläge zu geben, wie es eine Freundin tun würde, habe ich gefragt. Immer wieder, immer genauer. Auch bis es weh tat und unangenehm wurde.

 

Es hat sich gelohnt. Für sie. Für ihr Leben.

 

 

Es war so wundervoll für mich, sie schließlich so dankbar zu erleben. Dankbar für neue Denkanstöße, neue Impulse, neue Erkenntnisse. Nunmehr umgedrehte Tatsachen...

 

Den Blickwinkel gedreht, mit Hilfe meiner Fragen ein Stückchen aus dem Sumpf des Nebels und der Hilflosigkeit herausgezogen. Und auf den Weg gemacht.

 

 

Es beginnt immer mit dem ersten Schritt. Den jeder nur selbst gehen kann. Der Mut und Kraft erfordert. Und sehr unangenehm sein kann. Mit der Aussicht auf neu gewonnenen Lebensmut.

 

Es war so großartig zu erleben, mit welcher Energie und Lebensfreude sich diese Mutter nach unserem Gespräch wieder ihrem Alltag zugewendet hat. Und anfängt umzusetzen, was sie neu gelernt hat.

 

 

Dieses beflügelnde Gefühl, diese Zuversicht, die wünsche ich jedem. Auf dem Weg zu Selbsterkenntnis und purer Lebensfreude.  

 

Alles Liebe

Deine Katrin

 

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